Tor zur See - Ein Blick durch das Tor zur See ermöglicht dem Betrachter viele verschiedene Ansichten auf Nord- und Ostsee und informiert über Land und Leute im Küstenumfeld.

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Nordsee


Impressionen von Butjadingen
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Eckwarderhörne


Butjadingen 1

Wohin man auch schaut - Auf den Deichen und Wiesen von Butjadingen finden sich fast überall Schafe, das dünn besiedelte Land hat mehr Schafe als Einwohner. Die sehr flache und weitläufige Halbinsel zwischen Jadebusen und Wesermündung umfasst etwas mehr als 129 Quadratkilometer mit gerade einmal 6.500 Einwohnern, die in nur kleinen Orten oder auf versteuten Höfen leben. Die höchste "Erhebung" ragt nur 2 Meter über den Meeresspiegel hinaus. Der Name "Butjadingen" stammt noch aus einer zeit, als die Halbinsel zeitweise vom Festland abgeschnitten war (buten = außen, also jenseits der Jade).
An der Westspitze von Butjadingen liegt der Ort Eckwarden mit der Eckwarderhörne, wo sich mehrere Denkmäler für die Deichbauer befinden. "Kein Land ohne Deich - Kein Deich ohne Land" sagt ein altes Friesenwort. Butjadingen 2


Butjadingen 3


Das Wahrzeichen von Eckwarderhörne - auch Kap Hörne genannt - ist der rote Turm neben der Strandhalle. Der Turm mit dem Leuchtfeuer ist insgesamt 37 Meter hoch und weithin sichtbar. Erbaut wurde er 1961/1962 und seit Juni 1962 ist er durchgehend in Betrieb.
Dem langjährigen Bezirksbaumeister und späteren Deichgrafen Geheimen Oberbaurat Kuhlmann setzte der Deichverband an der Eckwarderhörne ein Denkmal. Er wird hier für seine Verdienste im Küstenschutz geehrt. Daneben befindet sich ein weiteres Dankmal für den Kapitän Anton Hullmann, der von 1947 bis 1961 Vorsitzender des Oldenburgischen Deichverbandes war. Butjadingen 4


Butjadingen 5


Für Badegäste gilt der beschauliche Strand von Eckwarderhörne als Geheimtipp. Von hier hat man einen freien Blick auf das Jadefahrwasser und den Außenhafen von Wilhelmshaven, wo der neue JadeWeserPort gebaut wird. Hier können im Tiefwasserhafen auch große Containerschiffe anlegen.
Weiter nördlich befindet sich zwischen Eckwarderhörne und dem Nordseebad Tossens dieser Leuchturm mit einer Höhe von 53 Metern. Der Leuchtturm wurde in den Jahren 1986/87 gebaut. Butjadingen 6




Tossens


Butjadingen 7


Küstenschutz und Sturmfluten haben das Leben in Butjadingen geprägt. In früheren Jahrhunderten wurde das Land mehrfach von der Nordsee überschwemmt und der Deich musste immer wieder erhöht werden. Links oben sieht man, wie hoch die Wellen bei der sehr schweren Sturmflut am 3. Januar 1976 auflief. Der Deich hielt aber und es gab keine größeren Überflutungen.


Fedderwardersiel


Weithin bekannt ist der Kutterhafen von Fedderwardersiel. Von hier aus laufen bis zu sieben Krabbenkutter zu ihren Fangfahrten aus. Der Hafen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt. Der Hafen verlor aber an Bedeutung, als sich nach und nach das ehemals nahegelegene Fahrwasser der Weser nach Osten verlagerte und sich damit weit entfernte. Der Hafen ist seitdem nur über einen schmalen Priel zu erreichen. Butjadingen 8


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An der Hafeneinfahrt nach Fedderwardersiel befindet sich diese Tonne. Am 13. Dezember 1823 wurde das neue Siel eingeweiht. Fedderwardersiel wurde zum Fischereihafen, zudem wurden u.a. Butter und Käse exportiert.
Eine alte, restaurierte Deichbaulok befindet sich nahe der Hafenmole. Sie wurde im Jahre 1963 gebaut und wiegt ca. 5 Tonnen. Zuletzt eingesetzt wurde sie bei Deicherhöhungen in den 1970er Jahren. Butjadingen 10


Butjadingen 11


Die Häuser entlang der Hafenmole von Fedderwardersiel wurden in den Jahren 1846 bis 1850 gebaut. Noch heute sind mehrere Wohnhäuser, das Zollhaus und Steueramt gut erhalten. In einem der Gebäude befindet sich das Museum Nationalparkhaus Fedderwardersiel, das über die Geschichte und Besiedlung der Landschaft in Butjadingen informiert.
Schon im Jahre 1874 gab es eine erste Rettungsstation in Fedderwardersiel. Im Jahre 1909 wurde dann dieser Rettungsschuppen fertiggestellt, zusammen mit einer Slipanlage zum Hafenbecken. Noch heute befindet sich in dem Gebäude ein Mannschaftsraum für das im Hafen stationierte Rettungsboot "Hermann Onken". Butjadingen 12


Butjadingen 13


Der Volkssport in Butjadingen ist das Straßenboßeln. Mehr als 40.000 Menschen sind heute im Friesischen Klootschießerverband organisiert. An den ersten Vorsitzendes des Verbandes Hinrich Dunkhase erinnert heute noch ein Denkmal in Burhave. Wurden ursprünglich Erdklumpen ("Kloot") verwendet, ist man mit der Zeit zu Kugeln übergangen, die möglichst weit geworfen werden müssen. Oft treten dabei zwei Dörfer gegeneinander an. Im Jahre 2002 fanden im Butjadinger Burhave die Weltmeisterschaften statt.
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